Erziehung

 

 

Kerry Blue Terrier sind sehr intelligente Hunde, die unbedingt gefordert werden wollen. Sie lernen sehr schnell, man muss als Hundeführer jedoch sehr konsequent sein! Aufgrund seiner Intelligenz erkennt der Kerry sofort die "Schwächen" seines Besitzers und wenn dieser nicht konsequent ist, dann wird einem der Hund auf der Nase herumtanzen. Mit der nötigen Konsequenz kann der Kerry ein toller Begleithund werden und auch jegliche andere Sportarten sind für ihn geeignet. Diese Hunde freuen sich sehr, wenn man etwas mit ihnen macht, sie haben großes Potential, welches, meiner Meinung nach, unbedingt gefördert werden sollte. Außerdem wird dadurch die Bindung zwischen Hund und Besitzer noch mehr gestärkt.

 

Sofort wenn der Welpe im Alter von 8 Wochen bei einem einzieht sollte man mit gewissen, kleinen Grundgehorsamsübungen beginnen. Sitz und Platz sind Übungen, die schnell beherrscht werden, aber auch "nein" oder "pfui" verstehen sie sehr schnell. Für die Welpenerziehung generell möchte ich hier als Grundlektüre auf folgende Literatur verweisen: Celina del Almo - Welpenschule. Dieses Buch sollte man unbedingt VOR der Anschaffung des Hundes lesen, um mit der notwendige Konsequenz und der richtigen Erziehung vom ersten Tag an beginnen zu können.

 

Das Um und Auf ist eine gute Sozialisation!!! Dies kann gar nicht oft genug betont werden. Nur gut sozialisierte Welpen können später gut sozialverträgliche Hunde werden. Die Entwicklung eines jeden Hundes wird überwiegend von seiner Sozialisation und Erziehung bestimmt. Unzureichend sozialisierte Hunde haben Schwierigkeiten, sich in ihrer Umwelt zurecht zu finden. Dies ist weder für den Besitzer, noch für den Hund von Vorteil, da beide ständig irgendeinem Stress ausgesetzt sein werden. Verträgt sich der Hund aufgrund mangelnder Sozialisation und Erziehung nicht mit Artgenossen, dann ist eine Begegnung mit einem anderen Hund immer mit Stress verbunden. Stress für den Hundebesitzer, da sein Hund ständig bellt, knurrt und ein Theater an der Leine macht, Stress für den Hund, da sich dieser unnötigerweise fürchterlich aufregt. Um ein solches Szenario zu vermeiden sollte man eben unbedingt auf eine gute Sozialisation und Erziehung achten und Wert legen.

Ein unzureichend sozialisierter Hund neigt zu ängstlichem oder aggressivem Verhalten und anderen Verhaltensstörungen. Ein sorgfältig sozialisierter Hund hingegen hat gelernt, friedfertig und aufgeschlossen mit fremden Personen, Kindern und anderen Haustieren umzugehen. Die wichtigste Sozialisierungsphase des Hundes erstreckt sich in etwa von der zweiten bis zur 15. Lebenswoche. Viele Hundevereine bieten entsprechende Kurse an, die „Welpenspielstunden“ oder „Prägungsspieltage“ genannt werden. Eine zweite wichtige Sozialisierungsphase ist die Pubertät. Neben der allgemeinen Sozialisation auf Umweltreize kann problematisches Verhalten auch durch ungünstige Lernerfahrungen in einzelnen Bereichen (z. B. Balljunkie) entstehen.

 

Ich empfehle jedem Welpenbesitzer unbedingt einen Welpenkurs (auch Welpenspielen oder Welpenspielstunde genannt) zu besuchen. Dort kann der Hund einmal wöchentlich mit Artgenossen gleichen Alters herumtoben und so lernen sie den sozialen Umgang mit anderen Hunden auf spielerische Art und Weise.